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Saara

Saara liegt im weiten Talkessel, in dem Pleiße und Sprotte sich vereinigen, gleich hinter der Pleißenbrücke bei Lehndorf.

Weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist Saara durch seine langjährige Mühlentradition und durch die ortsbildprägende Christophuruskirche mit dem einmaligen Zifferblatt an der Kirchturmuhr.

Das Dorf Saara wird erstmals 1181 im Zehntenregister des Klosters Bosau als "Zarowe" erwähnt und deutet auf eine slawische Siedlung hin, die auf durch Brandrodung gewonnenem Neuland steht.

Nach dem Ort Saara (Zarowe) nannte sich im 13. und 14. Jahrhundert ein pleißnisches Adelsgeschlecht, die "von Zarowe". Ihr Name wird in zahlreichen Urkunden dieses Geschlechts erwähnt. Die wohl ersten bekannten Vorkommen dieses Geschlechts sind ein Conrad und Otto von Zarowe, die in einer Urkunde vom Jahre 1223 bzw. vom Jahre 1227 genannt werden.

Die Mühle in Saara nannten viele Einwohner aus Saara und Umgebung bis zur Schließung am 31. Mai 1995 ihre Arbeitsstätte.

In der Chronik zu Saara werden über die Jahre viele Gewerbetreibende und Gaststätten erwähnt. Heute hat der Ort rund 200 Einwohner.

Baulich haben sich nach 1990 in Richtung Großstöbnitz mehrere Wohnungsbauten dazugesellt. Die Grundschule, mit Sitz in Saara, wurde mit ihrem 100-jährigen Bestehen im Jahre 1999, mit Bedauern geschlossen.

Seit der Gründung der Gemeinde Saara befand sich der Sitz der Gemeindeverwaltung in Saara in der "Alten Schule 42". Anfangs wurden nur die oberen Räumlichkeiten genutzt. Zwischenzeitlich ist das Gebäude im Rahmen der Dorferneuerung umgebautworden, so dass nunmehr das gesamte Gebäude der Verwaltung zur Verfügung steht.  Nach der Eingemeindung der Gemeinde Saara in die Gemeinde Nobitz im letztem Jahr befinden sich im Verwaltungsgebäude - Haus 2 - die Finanzverwaltung, die Bauverwaltung und eine Einwohnermeldestelle. Mit dem Umbau wurde auch der ehemalige Speißeraum zu einem recht ansehnlichen Sitzungssaal hergerichtet.

Bild der alten Schule Saara, jetzt Gemeindeverwaltung (vor dem Umbau)           Bild der Gemeindeverwaltung Saara, nach dem Umbau
Alte Schule Saara, heute Haus 2 der Gemeindeverwaltung Nobitz (vor und nach dem Umbau)

Ausschnitt aus der Chronik

Worauf die so umfangreiche Größe des ganzen Saaraer Kirchspiels ursprünglich zurück zu führen ist, ist ungeklärt, vermutlich auf einen ursprünglichen alten großen Burgbezirk.

Wie aus der Ortsgeschichte von Saara in der ältesten Zeit überliefert ist, soll hier ein namhaftes pleißnisches Adelsgeschlecht, als die "von Zarowe", seinen Sitz gehabt haben.

Aus alten Urkunden und Schriften erfahren wir, dass bis zu Anfang des 14. Jahrhunderts solche Namensträger als Zeugen genannt werden. Als wohl den ersten bekannten urkundlich als Zeuge vorkommenden dieses Geschlechtes, in einer Bischöflich-Naumburgischen Urkunde vom Jahre 1222, tritt ein Conrad von Zarowe entgegen. Später kommen noch die von Zarowe in den Jahren 1223, 1227, 1267, 1279 und 1280 sowie 1310, 1313 und 1326 in Urkunden als Zeuge vor. Ja, sie waren zum Teil auch "Burgmänner" auf der Burg in Altenburg.

Wie es scheint, gehörten diese zum hohen pleißnischen Landadel, so meint es wenigstens Löbe in seiner Geschichte über die Kirchen und Schulen. So ist es wohl auch durchaus möglich, dass alle diese hier einen "Rittersitz", ein "Vorwerk", gehabt haben.

Und in der Tat finden wir eine solche Behausung noch im Jahre 1358, als "Das Burgstadel" erwähnt.

Ob nun aber all die zu dem im Reformationszeitalter genannten Orte den eigentlichen Burgbezirk gebildet haben, ist mir unbekannt. Doch scheinen die von Saara eine nicht unwesentliche Rolle gespielt zu haben. Da erhebt sich nun zunächst die erste Frage: Wo lag nun dieser ehemalige Ritterhof, das Vorwerk oder das Burgstadel?

Doch zunächst scheint mir persönlich die Meinung gestattet, dass mit dem Aussterben des letzten derer von Saara, im wesentlichen der umfangreiche Besitz und dessen Bedeutung als solcher nicht etwa aufgehört hat, sondern sich so nach und nach geschwächt hat, ja vermutlich gar vererbt worden ist und zwar zunächst an die von Waldeck zu Weida, dann an die von Zürchau und wohl zuletzt an die von der Gabelentze gekommen war. Dann aber in unbekannter Zeit an Bauern geteilt, vererbt worden ist.

Betrachten wir zunächst einmal die erste und älteste amtliche Dorf- und Flurkarte von Saara um 1800 herum, so können wir einigermaßen feststellen, welch damalige Saaraer Bauern einen größeren und zusammenhängenden Grundbesitz hatten.

Aber wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, dass dieser wohl nach den allgemeinen Gepflogenheiten nahe der Ortskirche gestanden haben mag. Denn Rittergut bzw. Rittersitz und Kirche hatten in jenen früheren Zeiten sehr oft etwas gemeinsames. Denn oft hatte der jeweilige Rittergutsbesitzer auch das Jus-Patronatus, oder war gar der Stifter derselben. Und so wird es wohl auch vermutlich hier in Saara gewesen sein.

Um nun zurück zu kommen auf jene älteste amtliche erste Dorf- und Flurvermessung von Saara vom Jahre 1800, so können wir einwandfrei feststellen, dass nach unserer Vermutung hier nur der spätere Bauernhofsitz der Fischers bzw. Stötzners, unmittelbar an der Ortskirche gelegen, in dieser Beziehung in Frage kommt. Denn seine ganzen Liegenschaften in der Flur Saara waren meistens zusammenhängend. Natürlich sind in dieser langen Zeitspanne von diesem Hofe Grundstücke verkauft, ausgewechselt und auch dazu gekauft worden. Doch ob nun noch ein anderer Bauernhof in Saara mit ein Teil des ehemaligen Ritterhofes gewesen ist, oder auch durch etwa erfolgte Teilungsvererbung des Ritterhofes etwa neu errichtet wurde, ist hier unbekannt, wohl auch unwahrscheinlich.

Quelle: Betrachtungen des Chronisten Kuno Apelt über den Ort Saara im Kirchspiel Saara


 

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