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Maltis

Maltis, ein ursprünglich wendischer Ort, dessen Name von malg - klein und mohl - Hügel abzuleiten ist, liegt als eine Höhensiedlung etwa auf der Sprotte-Pleiße-Wasserscheide am Rand einer Quellmulde fast 255 m über NN. Vom Ortsrand aus hat man einen schönen Rundblick, bei schönem Wetter oft bis in das Gebirge.

1188 wurde Maltis urkundlich erstmals im Zusammenhang mit dem Rittergeschlecht derer von Maltitz erwähnt und beging 1988 die 800-Jahrfeier mit einem großen gelungenem Fest.

Da bereits 1188, dann wieder 1355 Angehörige des Adelsgeschlechts derer von Maltitz in Urkunden genannt werden und 1445 ein Haus vom Gute daselbst Erwähnung findet, ist von einem sehr früh existierenden Rittergut in Maltis auszugehen. Auch wird dieses Gut 1586 als Vorwerk bezeichnet und ihm gehörten noch einige umliegende Dörfer.

1583 zählte man hier 90 Personen, 16 Feuerstätten, des Junkers Vorwerk, ein Pfarr- und ein Hirtenhaus.

1524 - 1525 gehörte Martin Kratzsch aus Maltis zu den Anführern des Bauernkrieges.

1840 besteht das Dorf aus zwei Anspann- und fünf Handgütern, einem Rittergut und elf nicht näher beschriebenen Häusern sowie der Kirche. Es lebten 20 Familien mit 124 Seelen im Ort.

Über viele Jahrhunderte, bis hin in die heutige Zeit, hat das Dorf seine Form als Rundling und viel ursprüngliche Bausubstanz beibehalten. So z. B. das Einzeldenkmal Nr. 2 - der älteste Stampflehmbau des Kreises sowie Nr. 3 - Fachwerkhaus mit Bohlenstube, Laubengang und Torhaus mit Schlussstein und Sinnessprüchen.

Die Kirche ist Mittelpunkt des Ortes und heute noch ein Kleinod. Ihre bemerkenswerte geschlossene bäuerliche Ausstattung aus dem 16. Jh. bringen den Besucher immer wieder zum Staunen. Der älteste Grabstein des Kreises von 1398 von Johannes v. Maltitz, eine Poppe Orgel, geschnitzte Engels- und Christusfiguren an der Kanzel, handgemalte kalligraphisch eingerahmte Bibelsprüche in den Brüstungsfeldern der Empore und einiges mehr geben Zeugnis über die Vergangenheit und Geschichte der Kirche und sind heute kunsthistorisch wertvoll.

Bis zur Reformation hatte Maltis einen eigenen Pfarrer, dann gehörte es zur Kirchgemeinde Zürchau und wurde 1930 zu Saara eingepfarrt.

Maltis war bis 1950 eine selbständige politische Gemeinde, danach folgte die Eingemeindung nach Zürchau, 1973 nach Zehma und heute hat der Ort, der zur Gemeinde Nobitz gehört, ca. 50 Einwohner.

Maltis Friedhof    
Friedhofsportal und Kirche Maltis
(zum Vergrößern Bilder anklicken)

 

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