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Kaimnitz

Schreibweise : Kinicz, Kynicz, Keymnitz, Keimnitz, Kaimnitz

Ortsansicht Kaimnitz
Ortsansicht Kaimnitz

Die erste urkundliche Erwähnung von Kaimnitz finden wir im Zehntregister des „Klosters Bosau“ von 1181 - 1214, welches den abzuliefernden Zehnt von je Hufe Grundbesitz auflistet.

Es sind handschriftliche Eintragungen in Augustiner Handschrift, die in der Landschule Pforte noch gut erhalten geblieben sind (A.14, Bl.76) und wir den Ort unter Kiniz finden.


Aus der Geschichte von Kaimnitz

Der Ort, ein Weiler, liegt am rechten steilen Hang der Blauen Flut, ist mit hohen Gartenschutzmauern umgeben und von weitem wie eine kleine Festung anzusehen.

Nach der Jahresabrechnung 1537 des Amtes Altenburg, zählte Keymnitz zum

3. Reiten, das Dorf zahlte 48 gr. Walpurgisgeschoß, 6 gr. Kuhbeete, 1 Schock 36 gr. Michaelisgeschoß, 3 Schock Geschosskorn, 3 Schock Geschosshafer, 3 ½ Schock Hafer als Burgkorn.

1580 leben 33 Personen im Ort. 1651 gehört der Ort zum 1. Reiten.

Folgendes wird in den Archivakten von 1720 geschrieben:

„Dieses Dorf hat aus Gnaden Gottes fünf angesessene Mann, liegt gegen Mittag und grenzet mit den Dörfern Cosma, Körbitz, Schlöpitz, Burkersdorf und Löpitz. Hat keine Kirche, sondern ist nach Saara eingepfarrt. Auch die Schule wird in Saara besucht. Obergerichte im Dorfe, Feld, Wald, Flur, samt folge stehen dem Fürstl. Amte zu. Erbgerichte sind durchgehens dem Fürstl. Amte zuständig, außer 1½ Hufe Landes Feld bei Adam Heinickes Gute, so dem Rittergut Lumpzig zu Lehn geht. Die Gemeinde kommt ebenfalls mit Ober- und Erbgerichten dem Fürstl. Amte zu. In diesem Dorf ist keine Mühle und kein Schankwirt, das Bier muss von Altenburg geholt werden. Es darf auch kein Handwerksmann sein Handwerk treiben.“

Um 1732 werden 3 Anspanngüter und ein Handgut, sowie 9 Fronpferde, aber 16 Pferde in den Ställen genannt. 123 Scheffel Feld und 3 Scheffel Holz gehören zur Kaimnitzer Flur und bringt auf seinen Wiesen 5 Fuder Heu. Das Dorf steuerte ins Amt nach Altenburg jährlich 18 Gülden, 4 Groschen und 6 Pfennige.

1794 wurde die neue Landstraße, Chaussee gebaut. Ehemals verlief sie an der alten Linde vorbei und ist in der Thümmelschen Karte vermerkt.

1880 sind im Ort 3 Anspanngüter (No.1 – Heinke Albin = 36,4 ha, No.2 – Bertha Heinke, verw. Friedrich = 38,3 ha, No.3 – Taubert Emil = 27,7 ha) und 1 Hausbesitzer (No. 4 - Bräutigam Jacob) mit 41 Einwohnern in 4 Familien.

1573 steht noch Keymnitz mit Burkersdorf geschrieben, dann bildete Burkersdorf mit Kaimnitz eine Gemeinde und 1973 wurde diese zu Lehndorf eingemeindet.

1994 gehört der Ort zur Verwaltungsgemeinschaft Saara und ging 1996 in die Gemeinde Saara über, der 24 Orte angehörten. Seit 2013 ist Kaimnitz mit ca. 5 Einwohnern einer der 39 Ortsteile der Gemeinde Nobitz.

1999 besteht der Ort unverändert aus 4 Anwesen. Nur die DDR – Zeiten haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. Die einst durch vorgeschriebenes Erbkürrecht (der Hof ging an den jüngsten Sohn väterlicherseits über und durfte nicht geteilt werden) so blühenden Altenburger Vierseithöfe, haben sehr an Substanz und Gebäuden verloren. Aber neu gedeckte Dächer und restaurierte Wohnhäuser zeugen davon, dass der  kleine Ort auch ohne die ehemals prägende Landwirtschaft weiter bestehen wird.


Ereignisse:

  • 1838 am 15.08. brannte die Scheune (in welche er erst einige Tage zuvor 112 Schock Korn und 8 Schock Erbsen, als der erste Erntesegen, eingeführt wurden) vom Bauer und Amtsrichter Melchior Heinke (No.1) ab.
  • 1820 baute Andreas Gerth (No.2) ein neues Wohnhaus, sowie 1824/25 den Kuhstall und Schweinestall und 1830 eine neue Scheune, einen kompletten vergrößerten Vierseithof.
  • 1882 am 27.09. brannte die Scheune von Hermann Heinke (No.1) ab.
  • 1894 am 08.10. wurde durch einen Blitz bei einem schweren Gewitter, die erntevolle Scheune und ein Teil des alten Wohnhauses, des Schulvorstandsvorsitzenden in Saara, Emil Taubert, in Asche gelegt.
  • 1980 wurde der Vierseithof No. 2 in die Kreisdenkmalliste aufgenommen
  • 1997 wird der Dorfteich in mitten des Dorfes vom Unrat beräumt und renaturiert.
  • 2002 wurden in der gesamten Ortslage die Straßen ausgebaut und eine Schwarzdecke aufgezogen.
  • 2006 am 08.04. gegen 18:45 Uhr brannte die Scheune von Hof No. 1 / Taubert, bis auf die Grundmauern nieder.
     

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