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Gösdorf

Gösdorf liegt direkt an der thüringisch - sächsischen Landesgrenze an der B 180 und ist einer der östlichsten Ort der Gemeinde Nobitz.

Gösdorf ist deutschen Ursprungs und wird in einer Dorfchronik um 1336 mit der Schreibweise „Göswinsdorf" erwähnt. 1548 ist das Dorf aus unbekannten Gründen verwüstet worden.

Heimatforscher Löbe schrieb in der „Geschichte der Kirchen und Schule": „Dieses um 1553 angelegte, südöstlich von Gieba liegende Dorf ...".

Aufgrund dieser Feststellungen kann vermutet werden, dass Gösdorf im 16. Jahrhundert ein zweites Mal aufgebaut worden ist.

Heute zählt Gösdorf um die 90 Einwohner. Der Feuerwehrverein Gösdorf e. V. organisiert neben seiner Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde jährliche Veranstaltungen, die immer sehr gern von Einwohnern des Ortes und umliegenden Dörfern angenommen werden.

Am Ortsbild Gösdorf hat sich in den letzten Jahren viel verändert. So wurden im Rahmen der Dorferneuerung im Jahr 1994 die Anliegerstraßen neu ausgebaut und ein neuer Ortsmittelpunkt gestaltet sowie mit Fördermitteln im Jahr 1990 eine neue Wasserleitung verlegt.
 

Gösdorf – "Sichelmutz"

Das östlichste Dorf des ehemaligen Kreises Schmölln ist das an der Altenburg - Waldenburger Straße gelegene Gösdorf, das im Volksmunde allgemein Sichelmutz genannt wird.

Das Wort "Mutz" hängt wahrscheinlich sprachlich mit "stutzen = beschneiden, kürzen" zusammen, so sind hier noch die Wörter "Mutzähre" (eine vom Halm abgebrochene Ähre) und "Mutzbraten" gebräuchlich.

Wie kommt nun Gösdorf zu dem Namen Sichelmutz?

Darüber wird im Ostthüringer Geschichtsbuch von Th. Körner folgendes erzählt:

"Vor langer Zeit wurde unter dem Dorfe an der Straße nach Waldenburg ein Gasthof erbaut. Bald entstand neben ihm eine Schmiede. Aus Mangel an hinlänglicher Arbeit fertigte der Schmied eiserne Geräte in Form einer zerbrochenen Sichel. Dieses Werkzeug diente den Fuhrleuten dazu, harten Teer von den Achsen und Rädern zu entfernen. Täglich stellte nun der Meister von seinen Erzeugnissen einen Korb vor die Tür. Kamen Fuhrleute die Straße daher mit ihren Wagen, dann rief ihnen des Schmiedemeisters Frau zu "Kauft Sichelmutz! Kauft Sichelmutz!". Mit diesem Namen wurde von den Fuhrleuten zuerst der Gasthof, in der Folge aber das ganze Dorf belegt. Und vielen ist es in der ganzen Gegend heute noch kaum anders bekannt."

QUELLE: CHONIKAUSZUG VON FRITZ NEEF; GIEBA
 

Aus der Historie geplaudert

1557 waren in Gösdorf vier Familien sesshaft. Im Jahre 1584 sind einige neue Häuser gebaut worden. Vier Jahre später lebten hier zirka 20 Personen. Aus dem Jahre 1651 ist bekannt, dass "Hannß Schelberg, der Wirt, die Schänke besitzt, sie aber abgebrannt und liegen bei ihm drei Scheffel Feld wüst. Martin Pfefferkorns Erben haben eine ganz wüste Baustatt. Hannß Schelberg habe ein Haus und Garten und schänkt Bier darin, solange bis seine Schänke wieder erbaut ist. Christoph Höfflers, eines Zimmermanns Haus, ist ganz weggerissen. Peter Bergkmanns Erben Haus ist eingegangen. Christophs Höfflers Haus ist eine Brandstatt ..."

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts bestand in Gösdorf ein Gasthof, welcher selbst malzen und brauen durfte. 1773 hatte Gösdorf 14 Handgutsbesitzer, vier Häusler und 2 Hausgenossen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte der Ort 143 Einwohner. 1840 wurde eine neue Straße durch das Dorf gebaut, das heißt, die alte wurde gerade gelegt, so wie sie heute verläuft. Im Jahre 1860 kaufte Julius Grünler aus Ronneburg die Dorfschmiede. 1865 kam es zu einem Brand auf dem Gehöft Schulze. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten sich drei Vereine, als erstes im Jahre 1850 die Schützengesellschaft, dann 1858 der Landwirtschaftliche Verein und zuletzt 1873 die Gesellschaft "Frohsinn", welche sich unter anderem mit Abendunterhaltung im Gasthof beschäftigte. 1890 hatte der Ort bereits eine freiwillige Feuerwehr, deren Spritzenmeister Julius Naumann war und über eine Handdruckspritze verfügte.

 

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