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Gieba

Gieba liegt im südöstlichen Teil unserer Gemeinde. Auch als kleine Rodungssiedlung im Altenburger Land ist sie gerade durch ihre Ursprünglichkeit so anziehend.

Typisch für den Ortsnamen ist seine slawische Herkunft. Gieba wird um 1200 als Chiowe, rund 50 Jahre später als Kyowe bezeichnet. Danach findet das Dorf als Kyowe und Kybwa Erwähnung. Der Ortsname hat seinen Ursprung im altsorbischen Kyi und dies bedeutet Stock. Charakteristisch für die slawische Siedlungsgründung ist der ursprünglich runde Dorfgrundriss.

1445 besteht Gieba aus 12 Gehöften. 120 Jahre später wird gegenüber der Kirche ein Haus erbaut, das noch heute besteht und damit als das älteste Bauernhaus im Altenburgischen gilt. Als restauriertes Gebäude ist es ein einmaliges Bauwerk der Denkmalpflege in unserer Region. Hoch und frei gelegen beherrscht die Giebaer Kirche das Dorfbild. Ihre drei Glocken wurden 1463 und 1718 gegossen und 1995 mit Zuschüssen der ehemaligen Gemeinde Podelwitz erneuert.

Gieba hat ca. 67 Einwohner und einen Landwirtschaftsbetrieb mit Jungviehanlage. Zur Gemarkung Gieba gehören seit 1995 zwei Erdgasübergabestationen. Durch die Inbetriebnahme der zweiten Reglerstation war die Einbindung des Ortsteiles Gieba in die Erdgasversorgung möglich. In Gieba erfolgten Rekultivierungsarbeiten durch den naterger e. V. an der ehemaligen Deponie mit Anpflanzungen sowie die Pflege des Dorfteiches.


Die versunkene Glocke zu Gieba

Obgleich Podelwitz mit seinen Ortsteilen abseits der großen Heerstraße liegt, blieb es doch im Laufe der Geschichte von den Schrecknissen und Lasten früherer Kriege nicht verschont. Die älteste Überlieferung ist die Sage von der versunkenen Glocke zu Gieba. Sie stammt aus dem Hussitenkriege und ist in den Osterlandsagen von Geyer wie folgt aufgezeichnet:

"Als die Hussiten im Jahre 1430 das Schloss in Altenburg belagerten, unternahmen sie zur Beschaffung von Lebensmitteln Streifzüge in die Umgegend und kamen dabei auch nach Gieba. Die Dorfbewohner hatten sich rechtzeitig in den nahen Tannicht geflüchtet und Vieh, Getreide und andere Lebensmittel mitgenommen. So waren die Feinde enttäuscht, in einem anscheinend reichen Dorfe wenig zu finden. Um sich zu rächen, plünderten sie und ließen auch die Kirche nicht verschont. Ja selbst an der Glocke wollten sie sich vergreifen. Aber siehe da, wie von unsichtbarer Hand getragen hebt sie sich aus dem Glockenstuhle, schwebt den Kirchberg hinab und verschwindet unten in der Erde. Erschreckt über dies Wunder lassen die Hussiten vom Plündern ab und ziehen weiter.

Die Bauern gruben nachher nach der Glocke, aber nirgends war sie zu finden. Nun sollte einmal in dem Fischerschen Gute, das auf dem Kirch- oder Heckberge steht, ein Schwein geschlachtet werden. In seiner Todesangst reißt sich das Tier los, stürzt voran und den Kirchberg hinunter. Unten fängt es an zu wühlen und wühlt die Glocke zutage. Wie erstaunten die Giebaer als sie die Glocke trotzt des Sturzes vom Turme völlig unversehrt fanden. Ein einspänniger Wagen schien ihnen genügend, sie fortzuschaffen. Aber erst mit vier Pferden ging es langsam, langsam vorwärts und auch nur bis vors Dorf. Hier blieb das Gefährt unbeweglich stehen und war nicht weiter zu bringen, so viel man auch Pferde vorspannen mochte. Da beschloss man umzukehren. Doch welch ein Wunder! Ein altes gebrechliches Mütterlein, zog den Wagen mitsamt der Glocke den steilen Berg hinan."

Dorfteich Gieba
Dorfteich Gieba

 

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